
Rimpar ist ein Markt mit rund 7.600 Einwohnern direkt vor den Toren Würzburgs, Maidbronn ein ruhiger Ortsteil mit knapp über 1.000 Einwohnern. Wer ein paar Schritte vor die Tür tritt, ist mittendrin — und das, was hier zu entdecken ist, hat überraschend viel Tiefe.
Die folgenden Stationen liegen alle 5 bis 15 Gehminuten oder eine kurze Radtour entfernt. Wer einen halben Tag investiert, sieht die Highlights und kommt mit einer ganz anderen Vorstellung von „bayerischer Provinz" zurück.
Das ist das größte Geheimnis der Region. In der schlichten Klosterkirche steht der Beweinungsaltar von Tilman Riemenschneider aus den Jahren um 1522–1525 — eines seiner Spätwerke und sein letztes vollendetes Werk, weltberühmt unter Kunsthistorikern. Bei uns spaziert man rein, steht zehn Minuten ungestört davor und geht wieder. Allein dafür lohnt sich der Besuch der Region.
Ehemaliges Wasserschloss mit Wurzeln im 14. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert ausgebaut, einst Sitz des Ritters Wilhelm von Grumbach (1503–1567). Heute beherbergt es mehrere kleine Museen — Archäologie, historische Bäckerei, Trachten, Mauer- und Zimmererhandwerk, Kriminalmuseum. Der Innenhof ist immer zugänglich — ein guter Ort, um ein Buch zu lesen.
Ein moderner Aussichts- und Schutzpavillon aus Beton, Eichenholz und Cortenstahl auf dem Kobersberg, mitten in den Rimparer Weinbergen — entworfen von Hofmann Keicher Ring Architekten aus Würzburg. Der Name kommt vom kugelförmigen Eichhörnchen-Nest. Spektakulärer Blick übers Maintal, beliebter Punkt für Picknick und Sonnenuntergang. Jedes Jahr Ende Juni findet hier das Kobelfest statt — kleines, gemütliches Sommerfest mit Wein und Musik.
Zwei Familien-Weingüter in Rimpar — beide keltern Frankenwein in kleinen Mengen, beide schenken auch im Hof aus. Bei Weingut Franziska Schömig (Weinbergstraße) liegt der Schwerpunkt auf Silvaner im Bocksbeutel, die Veitsmühle (Familie Schäfer, etwas größer mit 6,5 ha) ist bekannt für ihre Rieslinge. Anruf vorher hilft, Termine sind oft persönlich.
In Maidbronn gibt es die Pizzeria La Margherita direkt an der Sport-Mehrzweckhalle (Mühlhäuser Straße, Do–So abends) — italienisch geführt, gut für einen lockeren Abend. In Rimpar haben Sie zusätzlich die Wahl: die Schlossgaststätte im Schloss Grumbach für fränkische Klassiker, Michelangelo Pizzeria, und der Döner-Imbiss in der Bischof-Schmitt-Straße. Wir sagen Ihnen gerne, was bei den Einheimischen gerade gut läuft.
Der historische Ortskern hat eine erstaunliche Dichte an Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Vom Schlossplatz aus eine Schleife durch die Pleichach-Gasse, Brückengasse und Bauchgasse — wer mit offenen Augen läuft, sieht überall Inschriften, geschnitzte Balkenköpfe und alte Hausnamen.
Apfelblüte in den Streuobstwiesen rund um Maidbronn. Wer Glück hat, läuft Anfang Mai durch ein rosa-weißes Meer. Wander- und Radwege Richtung Versbach, Estenfeld und Gramschatz starten direkt vor der Haustür.
Pfarrfest St. Peter und Paul Ende Juni, Sommerfest im Schloss-Hof, kleine Weinfeste bei den Winzern. Wer es ruhig mag: einfach abends am Mainufer in Erlabrunn — 10 Min mit dem Rad.
Federweißen-Saison bei den Weingütern, Hofmärkte in den umliegenden Dörfern, goldene Buchen-Wälder rund um Rimpar. Eine Wein-Wanderung Richtung Würzburger Stein lohnt sich besonders.
Adventsbasar am Dorfplatz Maidbronn (bei St. Afra) am 1. Adventswochenende, Adventsmärkte in Rimpar an mehreren Wochenenden im Dezember — klein, gemütlich, kein Touristengedränge. Glühwein vom örtlichen Winzer.
„Den Riemenschneider-Altar in Maidbronn hatten wir vorher nicht auf dem Schirm. Zehn Minuten zu Fuß vom Haus — und dann steht man vor einem Meisterwerk, ganz allein."
Was sich gerade wirklich lohnt, geben wir Ihnen bei der Schlüsselübergabe persönlich mit — viele Highlights wechseln saisonal.